9. Mai 1950 - Die Geburtsstunde Europas

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Stefan A. Entel

9. Mai 1950 - Die Geburtsstunde Europas

Beitrag von Stefan A. Entel »

Seit 1986 gilt der 9. Mai in der Europäischen Union als „Europatag“. Die Bedeutung dieses Tages dürfte der Mehrheit der europäischen Bürger, wie so vieles in Sachen Europa, weitestgehend unbekannt sein.

Der „Europatag“ erinnert an den 9. Mai 1950, den Tag, an dem der französische Außenminister Robert Schuman den nach ihm benannten Plan zur Zusammenlegung von Kohle- und Stahlproduktion der ehemaligen Kriegsgegner in einer europäischen Gemeinschaft der Öffentlichkeit vorgestellt und damit den entscheidenden Wendepunkt in der europäischen Geschichte markiert hat. Mit dem Schuman-Plan wurde der Grundstein für die Aussöhnung der einstiegen „Erbfeinde“ Deutschland und Frankreich gelegt und damit zugleich die entscheidende Voraussetzung für eine nachhaltige Friedensordnung in und für Europa geschaffen.

Das Buch erzählt von den Anfängen eines Europas, in dem heute, fast 70 Jahre später, über 450 Millionen Europäer in Frieden und Freiheit zusammenleben können. Deshalb belässt es der Autor nicht bei der Schilderung der Ereignisse am und um den 9. Mai 1950, ihrer Hintergründe verbunden mit einem ausführlichen Porträt der „Väter Europas“ und deren Motive, sowie der Verhandlungen zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS), die den Grundstein für die heutige Europäische Union bildete. Vielmehr baut das Buch eine Brücke von eben diesen Anfängen hin zu dem Europa von heute. So geht der Autor insbesondere der Frage nach, was der Wesensgehalt der Idee Europa ist und warum es gerade Jean Monnet gelungen ist, dieser Idee zum Durchbruch zu verhelfen. Dabei bemüht er einen anderen als den üblichen Blickwinkel auf das europäische Einigungswerk, indem die politische, vor allem die gesellschaftspolitische Dimension des Projektes in den Vordergrund gestellt wird. Was in der europapolitischen Debatte unserer Tage viel zu wenig Beachtung findet: Die Europäische Union als Gemeinwesen hat über 450 Millionen Menschen aus 27 Staaten zu einer Gemeinschaft gleichberechtigter Unionsbürger vereinigt. Damit hat sich die Vision der „Väter Europas“ von einem gemeinsamen Haus des Friedens und der Freiheit erfüllt. Was es für die EU- Bürger heißt, nicht nur Staatsbürger sondern auch Unionsbürger zu sein, beleuchtet das Buch genauso wie die Notwendigkeiten zum Erhalt dieses gemeinsamen Hauses der Freiheit und zur Weiterentwicklung des europäischen Einigungswerkes vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen.
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Heinrich
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Re: 9. Mai 1950 - Die Geburtsstunde Europas

Beitrag von Heinrich »

Ich habe das Buch 9. Mai 1950 - Die Geburtsstunde Europas bei den Recherchen zu meinem eigenen Buchprojekt genutzt und zitiere dort auch daraus. Und am 9. Mai 2020 habe ich mich erneut in meinem Vortrag: viewtopic.php?f=1&t=120 gerne darauf bezogen.

Wenn dieses Buch jetzt Ihr Interesse geweckt hat, dann können Sie es unter anderem über Amazon erwerben: https://amzn.to/2zv0rO5
Mit europäischen Grüßen,
Heinrich Kümmerle
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